Proktologie

Die Proktologie befasst sich mit der Erkennung und Behandlung im Bereich des Afters und des Enddarms. Hierzu gehören vor allem lästige Erkrankungen wie Hämorrhoiden mit Afterjucken, -nässen , -brennnen; schmerzhafte Hämorrhoidalknoten(Analvenenthrombosen), Afterengen (Analstenosen), teilweiser Vorfall des Darmes (partieller Vorfall des Darmes); Enddarmbluten, gut/bösartige Geschwülste im Enddarmbereich und anale Fisteln. Mittels endoskopischer Verfahren wie Rektoskopie und Proktoskopie ermöglicht die Austattung der Praxis die Diagnostik und auch weitgehend die Therapie der oben aufgeführten Erkrankungen. Z.B. Hämorrhoidenbehandlung mittels Ligatur nach Barron und Verödung.

Inkontinenz

Es gibt verschiedene Formen der Harninkontinenz. Man muß zwischen Stress-Ink., Urge-Ink., Überlauf-Ink., Reflex-Ink. und extraurethraler Inkontinenz unterscheiden. Die Unterscheidung der Inkontinenzformen gelingt durch genaue Erhebung der Krankheitsvorgeschichte und durch spezielle Untersuchungen. Inbesondere ist eineurodynamische Untersuchung (Blasenfunktionsmessung) zur genauen Diagnose erforderlich.

Diese erfolgt in unserer Praxis mit einem modernen, computergesteuerten Messgerät, an das ein Blasendruck-Messkatheter angeschlossen wird. Der dünne Katheter wird in die Blase eingeführt und die Blase dann unter genau definierten Bedingungen mit Wasser aufgefüllt. Während der Füllphase wird die Druckentwicklung bei Hustenstößen gemessen, nach Erreichen der Blasenkapazität wird zum Wasserlassen aufgefordert.

Anschließend wird noch der Harnröhrendruck bestimmt. Durch diese computerunterstütze Untersuchung und Auswertung kann eine genaue Differenzierung der Inkontinenz-Form erfolgen. Auf Grund dieser differenzierten Diagnostik der Inkontinenzform kann eine individuelle angepasste Therapie eingeleitet werden. Hierbei kommen konservative (z.B. Beckenbodengymnastik), medikamentöse und operative Behandlungsverfahren zum Einsatz.

Die individuelle Beratung und Behandlung in unserer Praxis erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Selbsthilfegruppe der Inkontinenzpatienten (Deutsche Gesellschaft für Inkontinenz, www.gih.de)

Infertilität

urologie-2Die Unfruchtbarkeit des Mannes kann verschiedene Ursachen haben: das keimbildende Gewebe kann geschädigt sein, z.B. durch Hodenhochstand in der Kindheit, durch Mumps o.ä.; oder das Hodengewebe besteht nur aus hormonbildenden Zellen und kann keine Samenzellen bilden.

Eine andere Ursache ist eine Hormonstörung, dass nicht genügend Testosteron vorhanden ist, wobei auch hier die Gründe vielfältig sind. Wenn die Samenkanälchen im Nebenhoden verschlossen sind, z.B. durch eine starke Nebenhoden-Entzündung in der Vorgeschichte, können die Spermien nicht in den Samenleiter gelangen.

Seltene Ursachen sind fehlende Anlage des Samenleiters, Samenleiterverschluss etc. Eine Prostata-Entzündung kann eine Verminderung des Spermien-Qualität verursachen. Stress und psychische Belastung kann ebenfalls eine Infertilität bedingen.

Im Spermiogramm (Untersuchung des Samenergusses) werden die Anzahl der Samenzellen sowie ihre Beweglichkeit und Form untersucht, ebenso werden mehrere Kulturen auf Bakterien, Chlamydien etc. angelegt und mehrere Stoffwechsel-Untersuchungen vorgenommen. Die körperliche Untersuchung kann Anomalien im Bereich des Genitaltrakts aufdecken, die Blutuntersuchung Hormonstörungen nachweisen.

Die Behandlung der Infertilität richtet sich nach der Ursache und besteht z.B. in Hormonsubstitution, Stress-Bewältigung, medikamentöser Therapie oder zum Schluss in Zusammenarbeit mit dem Gynäkologen in künstlicher Befruchtung.

Impotenz

Trotz einer gewissen Enttabuisierung der Sexualität in der Gesellschaft brauchen Patienten oft Monate und Jahre, bis Sie sich ein Herz fassen und Ihren Urologen wegen Ihrer Impotenz/ Potenzstörung konsultieren. Oft besteht schon lang ein erheblicher Leidensdruck für die Patienten und/oder eine gravierende Paarstörung.

Wir haben uns auf dieses sensible Thema spezialisiert. Insbesondere durch die Medien ermutigt spechen Patienten dieses Problem in unserer Praxis glücklicherweise immer öfter an. Die in unserer Praxis durchgeführte Diagnostik und Therapie der Impotenz unterscheidet Erkrankungen der Gliedsteife (Erektionsstörung) oder des Samenergusses (frühzeitiger Samenerguß= Ejakulatio praecox), sowie Probleme derZeugungsfähigkeit (Infertilität). Die Ursachen der Erektionsstörung können vielschichtig und organisch oder psychisch bedingt sein.

Ziel der differenzierten Diagnostik der Impotenz ist eine ursächliche Therapie. Hierzu werden folgende Untersuchungen in unserer Praxis durchgeführt: körperliche Untersuchung, Urin- und Blutuntersuchungen, Hormonuntersuchungen, Sonographie/ Dopplersonographie, psychosomatische Evaluation.

Therapeutisch sollte nach einer differenzierten Diagnostik wenn möglich eine ursächliche Behandlung der Impotenz oder Erektionsstörung erfolgen. Hierbei kommen unter anderem zum Einsatz: -psychosomatische Therapie -Hilfsmittel (Vakuumpumpe) -medikamentöse Behandlung (z.B.Hormontherapie, MUSE, SKIT, medikamentöse Therapie).

In der Regel ist für jeden Patienten eine individuelle Therapie möglich.