Infertilität

 

Die Unfruchtbarkeit des Mannes kann verschiedene Ursachen haben: das keimbildende Gewebe kann geschädigt sein, z.B. durch Hodenhochstand in der Kindheit, durch Mumps o.ä.; oder das Hodengewebe besteht nur aus hormonbildenden Zellen und kann keine Samenzellen bilden. Eine andere Ursache ist eine Hormonstörung, dass nicht genügend Testosteron vorhanden ist, wobei auch hier die Gründe vielfältig sind. Wenn die Samenkanälchen im Nebenhoden verschlossen sind, z.B. durch eine starke Nebenhoden-Entzündung in der Vorgeschichte, können die Spermien nicht in den Samenleiter gelangen. Seltene Ursachen sind fehlende Anlage des Samenleiters, Samenleiterverschluss etc. Eine Prostata-Entzündung kann eine Verminderung des Spermien-Qualität verursachen. Stress und psychische Belastung kann ebenfalls eine Infertilität bedingen. Im Spermiogramm (Untersuchung des Samenergusses) werden die Anzahl der Samenzellen sowie ihre Beweglichkeit und Form untersucht, ebenso werden mehrere Kulturen auf Bakterien, Chlamydien etc. angelegt und mehrere Stoffwechsel-Untersuchungen vorgenommen. Die körperliche Untersuchung kann Anomalien im Bereich des Genitaltrakts aufdecken, die Blutuntersuchung Hormonstörungen nachweisen. Die Behandlung der Infertilität richtet sich nach der Ursache und besteht z.B. in Hormonsubstitution, Stress-Bewältigung, medikamentöser Therapie oder zum Schluss in Zusammenarbeit mit dem Gynäkologen in künstlicher Befruchtung.